Seit mitte Dezember liegt nun JavaFX in der Version 1.0 vor.  Im Fokus der neuen Skriptsprache liegt die schnelle und einfache Erstellung von grafisch aufwändigen Desktopapplikationen. Sun verspricht hier nicht zuviel, die Einarbeitung in die Skriptsprache ist dank der umfassenden Dokumentation und der zahlreichen Beispiele auf http://java.sun.com/javafx/reference/docs.jsp sehr einfach. Als Entwicklungsumgebung für JavaFX empfiehlt sich Netbeans http://www.netbeans.org/features/javafx/index.html, welche neben der gewohnten Editorfunktionalität, wie Syntax Highlighting, Codevervollständigung, usw. auch vorgefertigte Codeteile anbietet, welche vom Entwickler per Drag&Drop eingefügt werden können. Allein die eingebaute Preview-Funktion, die sich während des Entwickelns automatisch aktualisiert führt gelegentlich zu etwas nervigen Stacktraces.

Hier also das Ergebnis meins ersten JavaFX-Skripts:

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Einige der eingefleischten Java-Entwickler werden mit Sicherheit das Gefühl haben, mit JavaFX eine Art Applet 2.0 vor sich liegen zu haben, während andere wiederum sicher an Java2D erinnert werden. JavaFX ist aber deutlich mehr, insbesondere was neue Sprachkonstrukte wie etwa das Bindings zum Binden von Attributen an Variablen für eine automatische Aktualisierung angeht und gerade bei Animationen seine Stärke zeigt. Die Sprache an sich besitzt einen starken deklarativen Charakter und vermittelt das Gefühl einem Baukasten gleich grafische Basiskomponenten zu einer funktionalen Desktopapplikation zusammenzusetzen. Interessant fand ich die schier unerschöpfliche Auswahl bei vordefinierten Color Konstanten, endlich steht die “Farbe” Transparent zur Auswahl.

JavaFX bietet dem Entwickler die Möglichkeit schnell und einfach grafisch beeindruckende Desktopapplikationen zu erstellen. Ich kann mir vorstellen, dass sich besonders im Mobil-Device Bereich neue Möglichkeiten ergeben. Was jedoch funktional aufwändige Applikationen angeht, bleibt fraglich, ob JavaFX hier eine entscheidende Rolle spielen wird und kann.